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Trumix.com : Podcast : Die Stimme der freien Welt

Die Stimme der freien Welt

Language: German
Category: Society and Culture /
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Weblog with Podcast from Berlin, Germany in german language.

Die Stimme der freien Welt|Senator-MauMau: Abenteuer einesHandlungsreisenden Episode

Denn nur aufs Ziel sehen / verdirbt die Lust am Reisen.- Friedrich R?ckertSobald Leute zu Geh?r bekommen, da? jemand h?ufiger gesch?ftlich aufReisen ist, kommen meist schnell beneidende Worte:"Du hast es gut,bezahlt durch die Welt fliegen - das h?tte ich auch gern."Dieser Neid ob der Erlebnisse des modernen Handlungsreisen w?rde rechtschnell verschwinden, h?tte derjenige nur mal eins, zwei Tage lang dieM?glichkeit festzustellen, wie das Leben"on the road"tats?chlich ist.Das Hauptproblem bei Gesch?ftsreisen beginnt meist im Morgengrauen.Dieses ist n?mlich genau ein solches: ein Grauen. Gesch?ftspartnerhaben, zumindestens in Deutschland, die weitverbreitete Angewohnheit,Meetings grunds?tzlich an einstelligen Stundenzeiten beginnen zu lassen.Neun Uhr ist da fast noch human.Ich vermute, da? die meisten Manager eigentlich insgeheim verhinderteLangschl?fer sind, aber irgendwann Kinder bekamen. Nachdem sie nunregelm??ig durch s??es Kindergeschrei ("Ich will spielen!") morgens umkurz vor sieben geweckt wurden, begannen Sie, ihre Rache an anderendadurch auszuleben, indem sie Meetings um acht ansetzen, also mitten imMorgengrauen. Frei nach dem Motto: Was ich aushalte, mu? DER auchaushalten.Neun Uhr Kunde hei?t also: sp?testens 08:20 Uhr landen, was wiederum umca. sieben Uhr losfliegen hei?t, laut Flugplan also meist dann gegen06:30 Uhr. Um nicht zuviel denken zu m?ssen, habe ich mir irgendwann malangew?hnt, meine Aufstehzeit auf den Abflug minus zwei Stunden zuberechnen. Das klappt meist erstaunlich genau, hei?t aber im genanntenFall: Aufstehen um 04:30 Uhr. Zu solchen Zeiten befinde ichtypischerweise gerade in meiner REM-Phase.Da ich bei mehrt?tigen Reisen grunds?tzlich einAm-Morgen-des-Abflugs-Packer bin, auch gemeinhin Gefahrensucher gennant,ben?tigt es eine gut organisierte Logistik, um dies in diesem quasisomnambulen Zustand zu meistern.Gute Dienste leistet mir hierbei regelm??ig eine Packliste, die ohneweiteres Denken abgearbeitet werden kann:"Vier Paar Socken,Manschettenkn?pfe, Seife, Haarwaschmittel, Rasierer, ...". Dank dieserinzwischen schon etwas abgegriffenen Liste auf Papier kann ich zu nahezujeder Tages- und Nachtzeit innerhalb von zehn Minuten Abflugbereitschaftherstellen. Daher geh?rt diese Liste zu den wichtigsten Dingen meinesHaushalts.Nach Verlassen meiner Wohnung und ca. 20 Minuten hochoptimierterFahrzeit durch diverse Nebenstra?en erreiche ich den FlughafenBerlin-Tegel. Dieser ist ein feuchter Traum f?r sp?t eincheckendeFlugpassagiere. Vom Abstellen des Wagens in der ?berteuerten Parkgaragebis zum Abflug-Gate sind es gerade mal knapp drei Minuten. Wenn ich inFrankfurt oder M?nchen leben w?rde, w?ren mir wahrscheinlich aufgrundvon langen Wegen zu den Abflug-Gates zusammengerechnet bereits mehrereMonate meines Lebens verloren gegangen.Am Check-In angekommen beginnt dann das beliebte Vielfliegerspiel.Sofern man n?mlich der Lufthansa gen?gend Geld in den Rachen geschmissenhat, bekommt man daf?r eine Anerkennung: in Form eines 4,5x2,7Zentimeter gro?en St?cks Plastik, die sogenannte Vielfliegerkarte. AmAnfang startet man das lustige Spiel namens Meilensammeln mit einerrecht unpretenti?sen blauen Karte. Nach kurzer Zeit kriegt man dann aucheine silberne"Frequent-Traveller-Karte", die wiederum nach weiteremkontinuierlichen Geldflu? in Richtung Lufthansa in eine goldene Karteumgetauscht wird: Die sogenannte"Senator-Karte". Dies ist nahezu derOlymp der Vielflieger. Es gibt ganze Diskussionsforen im Internet, woausschlie?lich diskutiert wird, wie man auf schnellstem Wege diesebegehrte Karte erreichen kann, mit Hilfe derer man sich beim Check-Inf?hlen kann wie Madonna und Bon Jovi in einer Person. Man munkelt sogar,da? die Direktflugverbindungen von Berlin in die USA unter anderemdeswegen wieder eingestellt wurden, weil die Flugzeit dank desDirektfluges damit unter dem Minimum liegt, was man bei den meistenFirmen f?r einen Flug in der Business Class ben?tigt. Daher flogen vieleLeute nach wie vor ?ber Frankfurt, was zwar l?nger dauerte, aber denChampagner in der Business-Class sicherstellte - und auch damit auch diebegehrten Flugmeilen.Als Senator sind Sie bei uns immer eine"Very Important Person". Mehr Service, zus?tzliche Leistungen undPrivilegien, von denen andere nur tr?umen.- Zitat Werbebrosch?re der LufthansaNa dann. Tats?chlich erntet man beim Vorzeigen dieser hart aufFirmenkosten erflogenen Karte meistens eher Blicke a la:"Oh Gott,schon wieder so ein arroganter Arsch". Teilweise kann man diesenBlick auch verstehen, wenn wieder mal einerder Spezies derSenator-Gattung der Flugbegleiterin wichtig-vielsagend zufl?stert:"K?nnen Sie mir schonmal mein Jackett geben? Ich mu? heute schnell raus,ich bin schlie?lich Senator."Kommt bei Stewardessen auch immer superan, so ein Spruch. Die VIP-Behandlung ist da quasi garantiert.In Realit?t bringen diese Karten also deutlich weniger, als man sich soertr?umt. Okay, man kann in den Lounges abh?ngen. Dort gab es aber bisvor einem guten Jahr nicht mal etwas zu essen, sondern nur wenigerverwaiste Getr?nke, ein paar Snacks und keine freien Sitzpl?tze. Zuklein sind diese Lounges n?mlich auch. Das macht aber nichts, derpassionierte Senator steht gern mal herum, um schlie?lich zwei Minutenvor seinem Abflug endlich einen Sitzplatz zu ergattern.F?r das Geld, was man den Fluggesellschaften f?rs Meilensammeln extra?berreicht, kann man aber auch bequem vor jedem Abflug in einem dieser?berteuerten Flughafenrestaurants essen. Aber hier scheint derWettbewerb regulierend einzugreifen. Ich erinnere mich noch anNew-Economy-Hochzeiten, wo auf der Monopolstrecke Berlin-Frankfurt knapp870 DM f?llig wurden. Das wurde nur noch von einem Flug nach London?bertroffen, der mit einem Preisschild in H?he von 1.332 DM versehenwar.Der einzige Punkt, wo die goldene Karte tats?chlich sticht, ist beimEinsatz auf ?berbuchten Fl?gen. Hier bildet sich n?mlich gerade Freitagabends vor dem Check-In-Schalter eine gro?e Traube, um die paarverbleibenden Pl?tze der sogenannten No-Shows, also der nichterschienenen Passagiere, zu vergeben. Hier kann man l?ssig Arroganz ingro?em Stile ausspielen: Einfach eine Minute vor Vergabe der Pl?tze zumSchalter eilen, Senator-Karte auf den Tisch knallen und den Platzkriegen. Merke: Gold sticht Silber, also: Senator sticht FrequentTraveller, wie beim Mau Mau. Ein gro?er Spa? f?r die ganze Familie.Seitdem es die New Economy nicht mehr gibt, funktioniert dies aber nichtmehr ganz so gut, da es immer weniger Fl?ge mit ?berbuchter Business-Classgibt, wo sich die Business Developer, und EMEA-Manager und CTOs aufhohem Niveau ums Einsteigen pr?geln.Interessanterweise kenne ich sonst kaum eine Industrie, wo der zahlende Kundesoviel von den internen Prozessen des Unternehmens verstehen mu?, wiebei der Luftfahrt. Selbst wenn man 1.332 DM f?r einen popeligenLondon-Flug hingebl?ttert hat, hei?t das noch lange nicht, da? man auchmitfligen darf."?berbucht","versp?tet"und"gestrichen"sind Worte,die man in der Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau anscheinend sehrschnell lernt. Der Kunde, der wenigstens verstehen will, warum er jetztnicht mitfliegen darf, lernt den internen Firmenslang dadurch mindestensgenau so schnell. Ja, man entwickelt sogar schnell ein ?u?erstprofessionelles Arbeitsverh?ltnis zum Bodenpersonal. So werden einemAussagen wie"da fehlt die Buchung zum ETIX","wir stickern Ihr Ticketeinfach um"oder"wir setzen Sie auf Jump"schnell gel?ufig und k?nnenmit einem zufriedenen-professionellen Vielfliegernicken quittiertwerden. So viel Kundenzufriedenheit f?r so schlechten Service, gekoppeltmit vollst?ndiger Preisintransparenz gibt es in nahezu keiner anderenIndustrie.Bevor man dann aber tats?chlich zum Zielort abfliegen darf, mu? manzun?chst erstmal die modischen Geschmacksverwirrungen im FlughafenBerlin-Tegel ?ber sich ergehen lassen. Hier wird das eigeneStilverst?ndnis auf eine harte Probe gestellt. Ich glaube, (West-)Berlinist die einzige Stadt der Welt, in der ?berhaupt noch senf- bispissgelbe Jacketts verkauft werden k?nnen. Auch zweifarbige bzw.lachsrosa Hemden lassen sich hier noch, voller Stolz getragen, in freierWildbahn bewundern. Wer sich jedoch noch nicht durch die Wahl derOberbekleidung profilieren konnte, kriegt bei der Krawatte eine zweiteChance. Kleine aufgedruckte Computer lassen die Zugeh?rigkeit zum Standeder EDV-Branchedurchblicken. Und wer sonst gern mal etwas spa?ig imMeeting ist, tr?gt halt eine Snoopy-Krawatte. Dazu noch ein bisschenBerliner Slang, und der Tag ist am Laufen. Oder wie der Berliner sagt:"Det looooft". Ich nehme an, da? der beklagenswerte Zustand der BerlinerWirtschaft in nicht unerheblichem Ma?e mit dem Einsatz vonSnoopy-Krawatten zusammenh?ngt: Wie sollten so angezogene Menschen?berhaupt imstande sein, nennenswerte Gesch?fte abzuschlie?en?Ist der Vielflieger schlie?lich am Zielflughafen angekommen, navigierter nahezu blind zum Gep?ckband und nimmt seine Habseeligkeiten in mehroder weniger gutem Zustand in Empfang. Das dank der Senator-Karte amGep?ck angebrachte Schild"Priority"hei?t ?brigens im g?nstigstenFalle, da? das Gep?ck als letztes vom Band rollt. Ab und zu f?hlen sichauch legasthenische Flughafenmitarbeiter durch das Schild angewiesen,den Koffer auf dem k?rzesten Wege nach Pr?toria zu versenden.Erstaunlich ist ?brigens auch, da? nicht viel mehr Gep?ck von diesenB?ndern geklaut wird, nachdem da jeder Mensch einfach reinlaufen undsich einen Koffer seiner Wahl aussuchen kann.Nach dem Verlassen des Sicherheitsbereiches gilt es, die n?chsteHerausforderung zu meistern: die Gespr?chigkeit von Taxifahrern. Ichhabe mich recht schnell der internationalen Konvention f?r"Ich m?chtemich NICHT morgens um halb sieben mit Ihnen unterhalten"angepa?t. Diesebesteht darin, direkt nach dem Einsteigen und der Nennung des Fahrzielseine gro?formatige Tageszeitung zu z?cken, diese demonstrativaufzuschlagen und gedankenversunken darin zu lesen. Neuerdings kanndiese Methode auch noch durch die Benutzung eines iPods unterst?tztwerden.Ab und zu gibt es aber dennoch einige Vertreter der Gattung derDroschkenkutscher, die sich durch solche billigen Versuche nichteinsch?chtern lassen. Sie nutzen die Fahrt vom Flughafen zur Innenstadtdazu, dem Fahrgastopfer in fulminanten Worten ihre illustereLebensgeschichte kundzutun, gepaart mit dem Lamento, wie schlecht esdoch dem Taxifahrer als solchen ginge.Da hilft nur: Hartgesotten bleiben, unger?hrt weiter Zeitung lesen,ab und zu ein"Mh"oder"Soso"absondern und f?r jedes weitere Wort dasTrinkgeld um 10 Cent k?rzen.Der eigentliche Kundentermin gestaltet sich meistens ?u?erstunspektakul?r. Interessant wird es erst wieder, wenn man sich gegenAbend in Richtung der St?tte seiner ?bernachtung begibt.Hierbei gilt die wichtige Hotel-Regel: Je pomp?ser die Lobby, destokleiner und mieser die Zimmer. Diese Regel ist ?brigens v?lligunabh?ngig vom Preis. Sie ist jedoch in besonders teuren St?dten a laParis, London oder New York noch mit einem Faktor von ca. 10 zumultiplizieren. Je nach Reisedatum gibt es auch noch die M?glichkeit,den Zimmerpreis durch weitere Erfindungen wie z. B. sogenannte"Messepreise"weiter zu erh?hen. Messepreis hei?t nur, da? das Hotel zubestimmten Zeiten mangels Alternativen f?r die G?ste einfach noch mehrGeld f?r die gleiche Leistung verlangt.Beim ?blichen Zimmer-Eincheck-Procedere wird zun?chst die Adresse undeine Kreditkarte verlangt. Ist es eigentlich m?glich, in Deutschland zu?bernachten, ohne im Besitz einer Kreditkarte zu sein? Mit der gleichenSelbstverst?ndlichkeit, wie da grundlos pers?nliche Daten von mireingefordert werden, gebe ich an dieser Stelle konsequent auch einevollst?ndig falsche Adresse an. Das hat bisher auch noch nie jemandengest?rt - genauso wenig wie mein XXX f?r die abschlie?ende Unterschrift.Angeblich werden die Adresse ?brigens nachts regelm??ig von der Kripo?berpr?ft, da die meisten Verbrecher wohl so bl?de sind, ihren realenNamen samt Adresse anzugeben.In Hotels existiert ?brigens das gleiche Ph?nomen wie bei der Bahn: F?rdie Raucher gibt es eigene Zimmer, aber anscheinend wollen alle immerNichtraucherzimmer haben. Anscheinend stinkt sogar den Rauchern inRaucherzimmern zu sehr. So kommt es zu der regelm??igen Diskussion, wasdie Formulierung"garantierte Buchung eines Nichtraucherzimmers"bedeutet und warum es einen nicht interessiert, ob sie alleNichtraucherzimmer leider schon vergeben haben, weil es ja schon so sp?tsei. Immerhin wird dann nicht selten nach kurzer Diskussion mit demHotelmanager die Suite herausger?ckt. Mit der Idee, einfach mehr Zimmerzu Nichtraucherzimmern zu machen, kann man in der Hotelbranchewahrscheinlich noch gro?e Mengen Geld verdienen.Nachdem man vollbepackt mit seinen Habseeligkeiten endlich die T?re zuseinem Reich f?r eine Nacht ge?ffnet hat, ist schnelle Reaktion gefragt.Zun?chst gilt es, die Magnetkarte f?r die Zimmert?r zielsicher imDunkeln in den daf?r vorgesehenen Schacht zu stecken, damit das Licht imZimmer funktionsf?hig wird. Daraufhin bl?kt einen zu 99,9%igerWahrscheinlichkeit mit hoher Lautst?rke der Zimmerfernseher an. Aufdiesem ist neben einem stilisierten Videotext-Cocktailglas eine"pers?nliche"Begr??ung zu lesen. Untermalt wird dieser Genu? durchFahrstuhlmusik. Nach kurzer Zeit hat man schlie?lich auch dieFernbedienung gefunden, die dem akustischen und visuellen Terror einEnde setzt. ?brigens ist es mir bisher bei keinem Hotel, gleich welcherPreisklasse, gelungen, durch Ansage an der Rezeption diese nervt?tende"pers?nliche"Begr??ung zu vermeiden.Hat man nun innerhalb von kurzer Zeit seinen mitgebrachtenReisebesitzstand m?glichst gro?fl?chig innerhalb des Hotelzimmersverteilt, stellt man fest, da? Hotelzimmer einem internationalen Standardfolgen: Es liegen sehr aussagelose Hotelzeitschriften aus, diewahrscheinlich nur eine ABM-Ma?nahme f?r arbeitslose Journalisten sind.Neuerdings hat man auch die M?glichkeit, f?r g?nstige 30 EUR pro Nachteinen"kostenlosen High-Speed-Internetzugang"zu nutzen. Alternativ wirdeinem eine Flasche stilles Mineralwasser f?r 6,50 EUR offeriert. DieMinibar bietet preislich auch noch h?here Alternativen - und f?r ganzhartgesottene kann man sich auch schlecht schmeckende Speisen f?rnoch mehr Geld auf sein Zimmer bestellen. Oder auch nicht, denn in somanchem 5-Sterne-Hotel in Schwaben ist auch um 22:30 die K?che desZimmerservice geschlossen.Als gro?e Erleichterung f?r den Reisenden von Welt gibt jedoch es injeder Stadt, von M?nchen bis Singapur, von D?sseldorf bis New Yorkgewisse Normen. Eine der wichtigsten, gerade im Ausland, hei?tStarbucks. Hier hat man die M?glichkeit mit halbwegsvertrauenerweckenden Speisen und Getr?nken menschliche Grundbed?rfnisseweitestgehend unabh?ngig von der Tageszeit zu stillen. Ich kann gar nichtnachvollziehen, wie man jemals fr?her Gesch?ftsreisen OHNE Starbucks?berleben konnte.Zur?ck im Hotel sei es dem geneigten Reisenden dringend empfohlen, diebereitgestellten Zahnputzbecher im Bad NICHT zu benutzen - auch wiederunabh?ngig von der Hotelklasse. Ein renomierter Hotelmanager teilte mirauf einer Party einmal mit, da? diese Becher von den gleichen Damensaubergemacht werden, die auch die Klos reinigen. Ohne Handschuhwechsel.Wie genau diese Reigung vonstatten geht, will man liber nicht genauwissen. Seit dieser Erz?hlung bevorzuge ich jedoch, Wasser direkt ausder Leitung zu trinken.F?r das WC hat der Profi immer eine kleine Spr?hflasche Sagrotan dabei,denn auch hier ist es um die regelm??ige Hygienes?uberung nuroberfl?chlich besser bestellt, als bei einer Bahnhofstoilette.Nach einer mehr oder weniger guten Nacht hat man schlie?lich dieM?glichkeit, die Qualit?t eines Hotels final zu beurteilen: BeimFr?hst?ck. Im Laufe der Jahre habe ich eine Ranking-Skala aufgestelt,deren wichtigste Faktoren wie folgt lauten: Frischer Orangensaft ausgro?en (!) Gl?sern, knusprige Croissants, nicht-pappiges R?hrei, BakedBeans, Schwarzbrot und Fruchtjoghurt. Eine Kombination wie die genannteist leider nur in den wenigsten Hotels dieser Welt anzutreffen. Selbstin England, wo au?er durch Fr?hst?ck quasi keinerlei M?glichkeiten derErn?hrung bestehen, f?llt die Bilanz mager aus.Nach einem weiteren Meeting-Tag kann man sich endlich auf dieHeimreise bewegen. Sobald man die Stadt gegen 18:00 Uhr verlassenhat, ist man schon wenige Stunden und einige Flugverz?gerungen sp?ter inder Heimat. Zur Entspannnung empfiehlt sich der Konsum einer BUNTEauf dem R?ckflug, gepaart mit einem Campari Orange. Nach der Bezahlungvon 60 EUR Parkgeb?hren begibt man sich auf den Heimweg.Wie sagte schon einst unser aller Top-Berater Roland Berger:Das vieleReisen in meinem Beruf hat einen hohen L?stigkeitswert.

[ Tue, 29 Nov 2005 08:34:41 +0100 ]


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