Internet Radio Podcast Directory Radio Playlists

By Keyword

By Location

By Genre

By Popularity
Trumix.com : Podcast : Die Stimme der freien Welt

Die Stimme der freien Welt

Language: German
Category: Society and Culture /
Visit Website

Weblog with Podcast from Berlin, Germany in german language.

Die Stimme der freien Welt|Welcome to New Zealand and have a nice day, die erste Episode

Während bei derEinreise nachSingapurdie Aussage ganz klar ist - Drogen rein, Kopf ab und demauch durch diverse Schnüffel-Bellos bei der Immigration Nachdruckverliehen wird, sieht es bei der Immigration nach Neuseeland etwasanders aus: Lebensmittel rein, Strafe fällig.Nachdem man die üblichen Paß- und Zollkontrollen hinter sich gebrachthat, wird das gesamte Gepäck nochmal vollständig gescannt - sowohl vonRöntgengeräten wie auch von Beagle-Hunden -, ob man denn da nicht dochheimlich seinen Lieblingshonig mitbringen wollte. Auch vorher muß manschon ankreuzen, ob man denn in den letzten 24 Monaten nicht einCampingzelt mal zu lange angesehen hat und einem dementsprechend roteWaldameisen an den Füßen kleben könnten, die die Vegetation diesesLandes völlig zerstören würden.Nachdem man bewiesen hat, daß man biosecuritymäßig völlig clean ist, fällt einemzunächst das Sonnenlicht auf - es ist, aus welchem Grunde auch immer,deutlich greller als in europäischen Gefilden. Aber nicht unangenehm,wenn man im dortigen Winter ankommt und einen 20 Grad Außentemperaturbei knalligem Sonnenschein begrüßen."How did you like New Zealand so far?"fragt mich der Taxifahrer zweiMinuten nach der Abfahrt. Ich bin etwas verwirrt und antwortereflexartig"Oh, great!", obwohl sich meine Eindrücke in diesem Landbisher auf die Ankunftshalle, die Immigration und den Taxistandbeschränken. Diese Frage soll einen auch die ganze Zeit über begleiten.Es gibt in Neuseeland ein Sprichwort:"Die Kiwis haben vor zweiDingen Angst: Erstens, daß Neuseeland irgendwann von der Weltkarteherunterfällt. Aber noch viel größere Angst haben Sie davor, daß esniemand bemerkt". Daher ist man gut beraten, diese Frage einer der vierMillionen Einwohner dieser Insel immer mit"Oh, great","Marvellous"oder"Stunning"zu beantworten.Es gibt dem folgenden Gesprächsverlauf in jedem Falle eine positive Wendung.Ihren Spitznamen"Kiwi"haben die Einwohner dort übrigens aufgrund eineslustigen Vogels mit gleichem Namen, der aussieht wie ein niedlichesFellknäul mit überdimensioniertem Schnabel. Kiwis gab es früher in Massen,inzwischen sind die niedlichen Spezies aber nahezu ausgestorben. Aber dazu spätermehr. Die Kiwis nennen sich jedenfalls auch selbst so und sind darauf sehr stolz.(Tip:ImBerlner Zoo gibt es ebenfalls Kiwis!)Von den besagten vier Millionen Einwohnern leben übrigens 1,8 Millionenin der Metropole Auckland und weitere 500.000 in der HauptstadtWellington. Der Rest verteilt sich über die insgesamt 270.000Quadratkilometer, womit das Land von der Fläche her nur ca. ein Viertelkleiner ist als Deutschland.Kurz: Viel Platz für wenig Leute.Die"Metropole Auckland"(Selbstbezeichnung) ist ein nettes,überschaubares Städchen, welches mit seiner Hügeligkeit etwas an SanFrancisco erinnert. Insgesamt ist die Stadt (wie auch der Rest desLandes) recht hübsch und sauber zurechtgemacht. Auckland ist dieBusiness-Hauptstadt des Landes. Interessanterweise hat Neuseeland unterden gesamten Erstweltländern die niedrigste Arbeitslosenquote und ist lautWeltbankerhebungam Unternehmerfreundlichsten. Na, dann.Die Stadt befindet sich direkt am Wasser, was einen besonderen Charmeausmacht. Der Blick der (zwar nicht sehr großen, aber immerhinvorhandenen) Skyline ist abends tatsächlich lohnenswert. Um der ewigenKonkurrenz zu Australien Rechnung zu tragen hat man mitten in Aucklandauch einen Turm erbaut, den sogenannten"Sky Tower". ReineTouristenattraktion, aber auch darauf ist man sehr stolz.Die Lage am Wasser macht Auckland auch zur"City of Sails", was mananhand der unüberschaubaren Anzahl der Yachten in den drei (!) Häfen derStadt deutlich erkennen kann: Die Kiwis sind begeisterte Segler. Und fürdie ebenfalls segelbegeisterten unter euch: Das Revier ist traumhaft.Interessante Gegensätze ergeben sich bei einigen politischen Fragen. Soist Neuseeland z. B. komplett atomfreie Zone, was sich u. a. darinniederschlägt, daß dort keine atomgetriebenen U-Boote in denHoheitsgewässern kreuzen dürfen. Nicht schlecht, denkt man sich. Eindafür deutlich, sagen wir, entspannteres Verhältnis haben die Kiwis wiederum zuDingen wie Privatsphäre oder Videoüberwachung. Ganz Auckland ist vollvon Schildern, die stolz beschreiben, wieviele Videokameras zurÜberwachung es in dieser Stadt gibt. Super. Das soll übrigens nicht vielhelfen, aber dazu später mehr.Nichts geht über Vorschriften: Auch übertrieben haben sie es bei derPaßpflicht. Nachdem es bis vor kurzem überhaupt keine Meldepflicht inNeuseeland gab und man sich mit der Kreditkarte auswies (!), hat man nuneine zentrale Meldepflicht eingeführt. Um allerdings einen solchenPersonalausweis zu erhalten, muß man einen Haufen von Dingen vorlegen:Mietrechnungen, Bürgebescheinigungen von anderen Einwohnern, Gas- undStromrechnung, Bankunterlagen, etc. - dennoch bleibt das Land einParadies für Leute, die untertauchen wollen. In Haufen der MilliardenSchafe findet einen niemand.Obwohl Neuseeland insgesamt sehr europäisch wirkt, ist Auckland dennochdie mit am Abstand internationalisierteste Stadt, wie wir noch sehenwerden.Zur weiteren Erkundung der Insel ist ein Auto unerläßlich, da dasBahnsystem quasi nonexistent ist. Tatsächlich ist das Autofahren dortauch äußerst entspannend, da die Straßen leer sind und recht restriktiveTempolimits vorgeschrieben sind.Diese werden übrigens auch sehr ernstgenommen: Während meinesAufenthalts hat sich Neuseeland auf die Neuwahlen vorbereitet und einesTages zierte die Titelseite des"New Zealand Heralds", der mit Abstandgrößten Zeitung der Kiwis, die Schlagzeile, daß die Premierministerinsamt ihrer Personenschützer auf der Autobahn angehalten worden sei. IhrFahrer habe auf einer eiligen Fahrt zum Flughafen die zulässigeHöchstgeschwindigkeit von 100 km/h nämlich um glatte 23 km/hüberschritten. Potzblitz denkt sich da der geneigte Deutsche, 23 km/h.Da würde sich hier keine Sau für interessieren. Wenn man sonst keineProbleme hat. Der Artikel endete übrigens mit dem humorigen Satz:"DerDienstwagen der Premierministerin ist ein Jaguar, der eineGeschwindigkeit von bis zu 200 km/h erreichen kann". Wow, 200 km/h.Liebe Kiwis, das schafft hier quasi jeder bessere Golf. Ein wahrerGeschwindigkeitsrausch.To be continued - mit Naturfotos für die Naturfreunde :-) ...[Diesen Artikel als Podcast hören|Podcast-Feed bei iTunes abonnieren]

[ Mon, 19 Sep 2005 10:09:18 GMT ]


Listen

Download



Listen on your iPhone







ME GUSTA LEER
Literature
The podcast on all things literary.


Podcast Electro

Podcast electro, le meilleur de l'electro / techno / house dans un mix de 1 heure bimensuel. Podcast electro, the best of electro / techno / house in a mix of 1 hour bimonthly


Common Grind: Tales from the Driptray
Food
Common Grind is a podcast for home coffee enthusiasts, baristas, roasters and anyone else with a love of coffee. With industry interviews, machine reviews, coffee cuppings and much more. It's your one stop coffee reference.


  Powered by PenguinRadio & PodcastDirectory.com  |  About Trumix  |  Terms of use  |  FAQs  |  Contact Us